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Infoabend "Alternativen zum Alten- und Pflegeheim"

Tolle und hilfreiche Tipps erhielten alle Anwesenden am Infoabend des Büchenbacher MS-Vereines über das Thema „Alten- oder Pflegeheim: - Mögliche Alternativen wie die 24-Stunden-Pflege zu Hause“. So beantwortete Michael Eberle, der Inhaber der PROMEDICA Plus in Schwabach nach seinem kompetenten Auftritt die vielen Fragen der Anwesenden klar und umfassend. Er und seine Firma sind seit über 14 Jahren auf dem schnell wachsenden Markt und haben viel Erfahrung, Wissen und personelle Möglichkeiten, um die Bedürfnisse der Betroffenen zu erkunden und zu bedienen. Bereits in fünf Ländern (Polen, Deutschland, England, Rumänien und Bulgarien) ist die Promedica-Gruppe als Marktführer für Betreuungsleistungen für Menschen mit Beeinträchtigungen und Senioren tätig. Über 400 Mitarbeiter in über 120 Beratungsstandorten können in Deutschland erreicht werden. Bereits über 4000 Kunden nehmen dies bei uns wahr, über 8000 Betreuungskräfte meist aus osteuropäischen Ländern stehen Promedica dafür zur Verfügung. Mit einer eigenen Busflotte werden die Hilfskräfte verschickt. Es wird eine Rundum-Betreuung in den eigenen vier Wänden geboten, wenn nötig in Zusammenarbeit mit ambulanten Pflegediensten, um die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten. Alle Pflegekräfte werden regelmäßig und umfassend geschult. Die rechtlichen Grundlagen beruhen auf einer EU-Verordnung aus dem Jahre 2004, wo für alle Beschäftigten das Prinzip „Arbeiten in zwei Ländern“ gilt und die jeweilige Sozialversicherung des Heimatstaates zuständig ist. So ist auch gewährleistet, dass niemand der Helfer weniger als den Mindestlohn erhält. Allerdings sollte den ausländischen Pflegekräften im eigenen Heim ein separates Schlafzimmer mit Zugang zu Telefon und Internet zur Verfügung stehen. Denn eine eigene Privatsphäre mit täglichen Ruhezeiten sollte gewährt werden. Auch bei dieser Variante der Pflege droht im Ernstfall für die Betroffenen und ihre Familien trotz der rechtlichen Verbesserungen bei der Pflegeversicherung eine zusätzliche finanzielle Belastung, allerdings weniger als bei den meisten stationären Unterbringungen, wies Herr Eberle mit einer Folie hin. Wie die rege Diskussions- und Fragerunde zeigte, ein rundum geglückter Abend, den die Verantwortlichen des Vereines im Rahmen ihrer regelmäßigen Info-Veranstaltung „Wissen, was bewegt“ im Frühjahr mit einem weiteren berührenden Thema fortführen wollen. Alle Anwesenden zeigten sich bei der zwanglosen Hutsammlung sehr großzügig - als Dankeschön für ungezwungene Aufklärung in angenehmer Atmosphäre und hilfreiche Unterlagen zum Mitnehmen.

01. November 2019